Reitpädagogik

Die Begegnung mit Pferden stellt ein optimales Feld für Erlebnisse dar, denn Aktivitäten um, mit und auf dem Pferd sprechen den ganzen Menschen an, wecken seine Emotionen und geben Raum für Nähe, Geborgenheit aber auch für Abenteuer. Kinder und Jugendliche fühlen sich durch das Lebewesen Pferd aufgefordert zu agieren und zu interagieren.

Lernen durch Erleben steht hierbei im Vordergrund. Das Pferd als Lebewesen mit hohem Aufforderungscharakter und die Möglichkeiten in der Natur rund um das Pferd werden für die pädagogische Arbeit genutzt.

Die Lernfelder sind vielfältig. So fördert der Umgang mit Pferden das Selbstkonzept, kann Lernblockaden abbauen, Ängste lösen, Gruppendynamiken verbessern. Viele Themen die uns in der Pädagogik immer wieder beschäftigen, können wir mit den Pferden angehen. So lernen die Gruppen auch Abläufe von Anfang bis zum Ende auszuführen, Absprachen zu treffen und in hohem Masse sich selber und andere zu reflektieren.

Die dreidimensionale Schwingung, die man auf dem Pferderücken erfährt und das Gefühl des Getragen seins, ist in der pferdegestützten Therapie einmalig und fördert die jungen Menschen ganzheitlich.

Durch eine Integration ins Schulleben können vielfältige Ziele, die vorher von den Unterrichtsteams definiert werden, auf eine andere, ergänzende Art und Weise angegangen werden. Regelmässige Reflektionen der Beobachtungen und genaue schriftliche und mündliche Auswertungen der Unterrichtsteams, bieten uns die Möglichkeit die Ressourcen eines solchen Angebotes voll auszuschöpfen.

Die Arbeit in Kleingruppen ermöglicht es der Reitpädagogin, an individuellen Zielsetzungen der einzelnen Gruppen und Kindern zu arbeiten.

Das Reitenlernen steht nicht im Vordergrund, sondern vielfältige Begegnungen, um das Pferd und auf dem Pferd.

Seit dem Schuljahr 2019/20 ist die Reitpädagogik – nach einem halbjährigen Pilotprojekt – als fester Bestandteil in den Lehrplan der Scuola Vivante integriert.